Noch mehr Ausdauertraining mit dem Gravel Bike.

Vor ein paar Jahren habe ich das Fahrradfahren wieder für mich entdeckt, weil es eine gute Möglichkeit bietet, Grundlagenausdauertraining zu betreiben ohne den Bewegungsapparat sehr zu beanspruchen. Ich habe mir ein Mountainbike gekauft und später ein Klappmountainbike, das ich auf Reisen besser mitnehmen kann. Mein neues Sportgerät stellt beide in den Schatten.

Ziele meines Fahrradfahrens sind erstens lange Ausdauereinheiten mit einer Belastung von im Schnitt 80 Prozent meiner maximalen Herzfrequenz (die ich mit der Whoop-App messe) und zweitens insbesondere Steigungen, um meine Beine zu trainieren.

Ein Gravel Bike ist ein Hybrid aus einem Rennrad und einem Mountainbike. Es ermöglicht gleichzeitig wesentlich schnelleres Fahren als ein Mountainbike und bequemeres Fahren auch abseits von Wegen als ein Rennrad.
Es hat u.a. einen Rennlenker, aber breitere Reifen als ein Rennrad und einen leichten Rahmen, der bequemes Fahren erlaubt und ermöglicht, das Rad gut zu tragen. Es ist anders als ein sogenanntes Cyclocrossrad, das seit über 100 Jahren existiert, keine Rennmaschine für das Gelände, sondern eher für lange, gemütlichere Fahrten geeignet. Darauf ist die Geometrie des Rahmens ausgelegt. Ein neues Rad kann man deshalb auch nicht online kaufen. Man muss darauf sitzen und damit fahren, um es auszuwählen.


 
 
Mein Rad von Canondale hat rund 2.000 Euro gekostet und ich fahre damit seit Weihnachten vier bis fünf Mal wöchentlich Strecken von 13 bis 50 km.
Dabei habe ich verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Vorteilen ausgearbeitet:
  • Die schnelle Kurzstrecke von 15 km in unter 45 Minuten
  • Die Kurzstrecke von 15 km mit zusätzlich mehreren schwer zugänglichen Wegen bergauf, auf denen ich das Rad trage in unter eine Stunde 15 Minuten (in Summe dann 18 km)
  • Eine mittlere Strecke von 35 km in unter zwei Stunden
  • Das lange Zeitfahren von 50 km in unter drei Stunden
  • Das noch längere Zeitfahren von 100 km in rund sechs Stunden (mit einer Pause)
Manchmal kombiniere ich auch einen Marsch (in der Regel dann 8 km mit schwerem Gepäck) mit einer Radtour von 15 oder mehr km, denn nichts ist langweiliger als repititives Ausdauertraining.
 


Das Fahren mit dem Gravel Bike macht sehr viel Spaß, denn es belastet meinen Rücken viel weniger als ein Rennrad und ermöglicht sehr viel schnelleres Fahren als das Mountainbike. Ich kann sehr viel flexibler als mit einem Rennrad auch querfeldein fahren und beispielsweise neue Wege erkunden. Zudem trage ich es auch gelegentlich, um meine Core-Muskulatur anzustrengen.
Keinesfalls bereue ich die Kosten (es war fast vier Mal so teuer wie mein Mountainbike), denn es wird extrem häufig und lange verwendet und hat das Radfahren bei mir als Top 1 Ausdauersportart etablieren geholfen.

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